Der Exkommunikationsberater
   
Das Tele-Blocher-Prinzip

Helferdienste

Dopingfreiheit

Versuchsballone

Verantwortungsfreiheit

Tele-Blocher-Prinzip

 

 

Sehr geehrter Herr Bundesrat Blocher

Der König hat Sie zum Fürsten ernannt und Sie lehnen die Ehre ab. Mehr noch, Ihr fürstliches Hofblatt erklärt Sie als „tief verletzt“, deshalb hätten Sie am Parteitag der SVP gemalt (Weltwoche vom 13.9.07). Auf dem fertigen Bild, gestaltet vom trauernden Bundesrat, findet sich der schlichte Satz: „à mes adversaires“ (NZZ vom 9.9.07). Die Daten der beiden Publikationen belegen: Die Weltwoche-Redaktion rechnet nicht mit aufmerksamen NZZ-Lesern. Dazu liesse sich passend der Konservator des Medizinhistorischen Museums des Staates Zürich zitieren: „Bullshit!“
Kehren wir also von Ihrem Kronprinzen zurück zu Ihnen, Herr Bundesrat. Ihre Gegner sind allgegenwärtig, selbst in der Bundesratssitzung erkennen Sie feindliche Subjekte. Es steht Ihnen gut an, dass Sie den Pfad der Tugend allen Versuchungen zum Trotz nicht verlassen. Sie bleiben dem Tele-Blocher-Prinzip treu und antworten gerne auf Anträge von Herrn Ackeret.

 

Wenn er beispielsweise beantragt, Sie möchten seine „Fragen“ als kritisch bezeichnen, nicken Sie gütig, als gnädiger Fürst. Aber als solchen wollen Sie sich ja eben nicht bezeichnen lassen. Hätten Sie allerdings Herrn Prof. Mörgeli gefragt, der als Historiker der lateinischen Sprache mächtig ist, Dux, italienisch Duce, heisst nicht nur Fürst, Herrscher, Führer, sondern auch Kaiser. Als solcher wären Sie König Couchepin gar vorgesetzt, da nur der Kaiser vom Papst gekrönt worden ist.
Das Problem des Kaisers besteht darin, dass er der Gnade des Papstes bedarf, und fremder Gnade sind Sie abhold. Der Heilige Vater pflegt zwar auch sein eigenes Staatsfernsehen, kann aber als ausländischer Potentat nicht Bundesrat werden, schon gar nicht alle sieben, daher ist auch sein Job nichts für Sie. Darum meine Empfehlung: Lassen Sie sich, auch wenn Sie der katholischen Kirche nicht angehören, exkommunizieren, und führen Sie ohne fremde Einflüsse Ihre SVP-Holding.

 

Gönnen Sie sich den Mut, seien Sie das schwarze, aus England importierte Schaf, das den Bundesrat verlässt!

Freundliche Grüsse
Ihr Exkommunikationsberater

 

© Bernhard Schneider 28. September 2007 by