Der Exkommunikationsberater
   
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Sehr geehrter Herr Walpen

Schön, dass die Volksmusik noch ein Jahr länger auf DRS1 bleiben darf. Die Petition der Volksmusikfreunde läuft weiter und es ist absehbar, dass der Verbleib dieses musikalischen Genres auf UKW in einem Jahr um ein weiteres Jahr verlängert wird. Das erinnert ein wenig an die Verwaltungsratshonorare bei der SRG: Man lanciert einen Versuchsballon, stösst auf Widerstand und erhofft sich Lob, für das Zurückkrebsen. Wie war das schon wieder mit dem Porsche („Penisprothese für Männer in einer akuten Midlife Crisis“, ignoranz.ch), den Sie als Zweitauto zu Lasten der SRG gefahren haben? Was auf den ersten Blick naiv und dilettantisch wirken mag, ist in Tat und Wahrheit eine clevere Vorbereitung auf den Wahlsonntag:


 

Sie bringen um 19 Uhr eine Hochrechnung und ziehen sie nach Protesten in der Elefantenrunde um 20 Uhr zurück. Doch das ist nur zum Schein des Pudels Kern. Ihre übergeordnete Strategie ist gegen Roger Schawinski gerichtet: Sie melden als Konsequenz aus dem Debakel am Wahlsonntag, ihn als neuen Fernsehdirektor einzusetzen, was zu empörten Protesten und einer Petition von .ch führt. Diesem enormen Druck werden Sie nachgeben und damit sind Sie ihn ein für alle Male los, werfen den längst von der SRG Exkommunizierten definitiv in die Hölle der privaten Medien und verzichten darauf, ihn nachträglich doch noch heilig zu sprechen.

Freundliche Grüsse
Ihr Exkommunikationsberater

 

 

 

© Bernhard Schneider 18. Oktober 2007 by